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Rundschreiben Juni 2007

Inhalt/Termine
1.
      Bericht von der Mitgliederversammlung am 12. April 2007.
2.
      Ausführungen des Hamburger Richtertheaters am 9. und 10. Juni 2007.
3.
      Podiumsdiskussion am 18. Juni 2007.
4.
      Verschiedenes.

Liebe Gesellschafterinnen und Gesellschafter!

1.   Am 12.04.2007 hat die diesjährige Mitgliederversammlung stattgefunden. Erwähnenswert ist insofern, dass uns nach langer Zeit Jörgen Peters wieder die Ehre gege­ben hat. Es geht ihm sichtlich gut. Er lässt alle herzlich grüßen und hat versprochen, spätestens zur Mitgliederversammlung im nächsten Jahr wieder den weiten Weg von seinem jetzigen Wohnort nahe der dänischen Grenze nach Hamburg anzutreten.

2.    Hinweisen möchten wir auf die Aufführungen des Hamburger Richtertheaters am 9. und 10. Juni 2007. Gespielt werden "Die Rundköpfe und die Spitzköpfe" von Bertolt Brecht. Die Karten kosten jeweils 12 € und können per E-Mail reserviert werden. Weitere Einzelheiten entnehmen Sie bitte der Anlage.

3.    Am Montag, den 18. Juni 2007, ab 18.30 Uhr veranstalten wir in der Grundbuchhalle gemeinsam mit der Neuen Richtervereinigung, der Strafverteidigervereinigung und dem Republikanischen Anwaltsverein eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „SS-Massaker 1944 – späte Prozesswelle in Italien ohne Folgen in Deutschland?“ Es diskutieren Militärstaatsanwalt Dr. Marco De Paolis, La Spezia, und Oberstaatsanwalt i.R. Jochen Kuhlmann, Hamburg. Die Moderation übernimmt Frau Rechtsanwältin Gabriele Heinecke.

Marco De Paolis hat am 22. Juni 2005 die Verurteilung von zehn ehemaligen SS-Offizieren zu lebenslänglicher Haft durch das Militärgericht in La Spezia, Italien erwirkt. Unter den Verurteilten ist der Hamburger Gerhard Sommer. Das Urteil hat für ihn und seine Mitverurteilten keine Folgen; eine Auslieferung findet nicht statt.

Jochen Kuhlmann hat die Anklage gegen den Hamburger Friedrich Engel vertreten, der im Juli 2002  vom Landgericht Hamburg wegen Mordes zu 7 Jahren Haft verurteilt wurde. Der Bundesgerichtshof hat zwei Jahre später das Verfahren eingestellt.

Totschlag oder Mord. Verjährt oder nicht, das ist die Kernfrage bei der Verfolgung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen, die erst nach mehr als 60 Jahren einsetzt.  Wie grausam musste die massenhafte Tötung von Zivilpersonen sein, damit sie heute als – unverjährter – Mord qualifiziert wird? Und wie kommt man zu der Einschätzung, dass der Massentötung von wehrlosen Alten, Frauen und Kindern Motive zugrunde liegen, die nicht „nach allgemeiner sittlicher Anschauung verachtenswert sind und auf tiefster Stufe stehen“? Wenn wir schon nicht selbst zu Ergebnissen kommen: Können und sollen die italienischen Urteile hier vollstreckt werden? Haben die Prozesse heute überhaupt noch einen Sinn?

Bitte beachten Sie auch unseren beigefügten ausführlichen Ankündigungstext.

4.   Verschiedenes
Die nächste Vorstandssitzung findet am Montag, 02. Juli 2007, 17:00 Uhr in der Cafeteria in der Grundbuchhalle gemeinsam mit dem Vorstand des Vereins „Freunde der Grundbuchhalle“ statt, mit dem wir in Zukunft bei kulturellen Veranstaltungen stärker kooperieren wollen.
Die Commusingers treffen sich regulär wieder am Dienstag, 19. Juni 2007.  

Mit herzlichen Grüßen

(Dr. Thorsten Schmidt)



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